Literatur

Argumente für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft - zwei Broschüren

Aufgrund der zunehmenden Angriffe gegen Feminismus, Gleichstellungspolitik, Sexualpädagogik und Genderforschung sind zwei Broschüren erschienen, die Argumente und Erklärungen bieten. Die Heinrich-Böll-Stiftung und die Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlichten gemeinsam unter dem Titel "Gender raus" zwölf Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender-Kritik. Die Friedrich-Ebert-Stiftung bietet in der Veröffentlichung "Das Märchen von der Gender-Verschwörung" Argumente für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft. [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2017-09-08
 
Rechtsextreme Frauen - Analysen und Handlungsempfehlungen für Soziale Arbeit und Pädagogik

Die Autorinnen Esther Lehnert und Heike Radvan haben bereits im vergangenen Jahr das o.g. Buch im Budrich Verlag veröffentlicht. Im Klappentext des Buches heißt es: "Rechtsextreme Frauen werden mit ihren Einstellungen und ihrem Handeln oft übersehen und unterschätzt - auch in der Sozialen Arbeit und Pädagogik. Dies hat Folgen für das demokratische Miteinander, insbesondere aber für Menschen, die von rechter Gewalt betroffen sind. Doch wie kommt es zu diesem Wahrnehmungs- und Interventionsdefizit? Welche Ursachen lassen sich in Geschichte und Gegenwart in der Sozialen Arbeit und Pädagogik erkennen? Wie verlaufen Situationen in verschiedenen Handlungsfeldern und welche Alternativen lassen sich herausarbeiten? Diese und weitere Fragen werden im Buch beantwortet. Die Autor_innen plädieren für eine professionsethische Haltung von (sozial)pädagogischen Fachkräften."

[Irena Schunke, Bildungsreferentin für geschlechterbewusste Pädagogik und Mädchen*arbeit]
Nachricht vom 2017-09-07
 
Wer ist die Schnecke Sam

Eines der neuen Bücher in der Genderbibliothek des KgKJH heißt "Wer ist die Schnecke Sam?" Wir empfehlen es ab 5 Jahren. In diesem polnischen Kinderbuch wird der erste Schultag der Schnecke Sam beschrieben. Gleich bei der ersten Spieleinteilung, die die Lehrerin in Junge und Mädchen vornimmt, weiss Sam nicht, wo sie sich einordnen soll. Durch eine geschickte Aufgabenstellung der Schulpädagogin erkennt sie im Lauf des Tages selbstständig, dass es vielfältige Geschlechter-, Familien- und Lebensformen geben kann, die alle gleichberechtigt nebeneinander stehen. Dieses Buch ist im Jahr 2015 unter dem Originaltitel „Kim jest slimak Sam?“ in Polen erschienen. Es endet mit einer Erklärung zur Biologie der Protagonist*innen und beschreibt die Selbstverständlichkeit von Vielfalt in der Tierwelt. Dabei verweisen die Autor*innen auf diverse internationale Studien. Wer ist die Schnecke Sam? - Maria Pawlowska/ Jakub Szamalek/ Katarzyna Bogucka ISBN: 978-3-9504403-0-0 [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2017-08-17
 
Neuveröffentlichung der Amadeu Antonio Stiftung: "Peggy war da!"

Die Amadeu Antonio Stiftung veröffentlichte aktuell die Broschüre "Peggy war da! Gender und Social Media als Kitt rechtspopulistischer Bewegungen" in gedruckter Form. Im Mittelpunkt steht die Analyse des Umgangs mit Genderthemen auf Demonstrationen der Pegida. Die Stiftung schreibt dazu: "Die Gender-Themen sind eine zentrale Klammer des Rechtspopulismus und Rechtsextremismus – und ein perfekter Anschlusspunkt in breitere Teile der Bevölkerung. Über antimoderne, sexistische, antifeministische und vielfaltfeindliche Statements, Aufrufe und Witze werden rassistische und völkisch-nationalistische Ideen, aber auch Politik(er_innen)feindlichkeit verbreitet und etabliert. Daher steht im Fokus dieser Broschüre die Frage, wie auf Gida-Demonstrationen und ähnlichen Kundgebungen das Themenfeld Gender thematisiert wird. Was machen Männer, was Frauen – und wie weit dürfen sie ihre zugeschriebenen Rollen verlassen? Wie wird Geschlecht inszeniert? Welche Themen werden aus geschlechtlicher Perspektive verhandelt? Was macht die Proteste für Frauen und Männer attraktiv? Welche Themen werden auf Plakaten und in Reden genutzt, um Männer oder Frauen anzusprechen? Denn: Gender-Themen tragen maßgeblich zum Erfolg rechtspopulistischer Strömungen bei – auch, wenn sie sich als Partei zusammenfinden." Online ist es die Broschüre hier zu lesen. [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2017-06-13
 
"Boys don´t cry" - Autorenlesung mit Jack Urwin in der Stadtbibliothek

Das unter den rund 50 Gästen der Lesung und Diskussion zu Jack Urwins Buch "Boys don´t cry" in der Stadtbibliothek Magdeburg, nur gut ein Zehntel Männer* waren, verwunderte den Autor nicht. Letztlich seien es eben die Frauen, die eine toxische Männlichkeit eher wahrnehmen, als die Männer* selbst. Wie sehr sich Männner* damit aber selbst schaden, war das Hauptthema der Lesung. Jack Urwin erzählte im Gespräch mit Maik Hattenhorst von der Stadtbibliothek, unserem Bildungsreferenten für Jungen*arbeit, Michael Ney und dem Publikum, in der Veranstaltung von seiner sehr persönlichen Motivation, sich mit den Themen einer toxischen Männlichkeit auseinanderzusetzen. Wie groß die Resonanz auf seinen ersten Artikel in diesem Zusammenhang war, hat ihn selbst überrascht. Jack Urwin geht es darum, verständlich zu machen, dass das traditionelle Verständnis von Männlichkeit nicht in Stein gemeißelt ist, sondern über die Jahrhunderte immer wieder Wandlungen unterlag. Beim Blick in die Zukunft, wünscht sich der Autor, vor allem, dass wir so früh wie möglich mit Jungen* arbeiten, damit sie gar nicht erst in die Fallstricke toxischer Männlichkeit geraten und lernen offen und positiv mit ihren Gefühlen umzugehen und verstehen, dass es völlig OK ist, sich einfach mal in den Arm zu nehmen, auch und gerade unter Männern und zu weinen. Die Parole „Boys don´t cry“ hat, wie alle anderen Durchhalteparolen, die sich an eine falsch verstandene Männlichkeit richten, längst ausgedient. Für die Besucher*innen und Kooperationspartner*innen (die Stadtbibliothek Magdeburg, den Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt, das Amt für Gleichstellungsfragen der Stadt Magdeburg und das KgKJH) war die Veranstaltung auf jeden Fall ein gelungener und instensiver Abend. [Michael Ney, Bildungsreferent für geschlechterbewusste Pädagogik und Jungen*arbeit]
Nachricht vom 2017-05-21
 
Neues Kinderbuch zum Thema Transidentität

Die Studentinnen Rabea-Jasmin Usling und Linette Weiß erzählen in ihrem gerade erschienenen Kinderbuch "Prinz_essin?" märchenhaft von einem wunderschönen Prinzen, dessen Problem ist, dass alle denken, er sei eine Prinzessin. Kinder von fünf bis acht Jahren werden so auf einfache und kindgerechte Weise mit Fragestellungen von Zuschreibung und Identität konfrontiert. Das im Verler Chili-Verlag erschienene Taschenbuch ist in der Genderbibliothek des KgKJH ausleihbar. Hier eine Pressestimme. ISBN-10: 3943292533 Neupreis: 12,90 Euro [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2017-05-13
 
Betrifft Mädchen 2/2017: Do it YouTube!

Die LAG Mädchenarbeit in NRW e.V. macht auf das aktuelle Heft der Betrifft Mädchen aufmerksam, das sich mit einem medialen Thema beschäftigt und gerade erschienen ist. In der Pressemitteilung heißt es dazu: Im vergangenen Jahr veranstaltete der Mädchen*treff der Alten Feuerwache Köln ein wöchentlich stattfindendes YouTube-Projekt für Besucher*innen zwischen 13 und 21 Jahren. YouTube bietet eine Bühne, auf der sich Mädchen* während des Heranwachsens mit verschiedenen Inszenierungsformaten auseinandersetzen. Dieses 'Ausprobieren' – so ein Fazit des Projekts – lässt sich scheinbar kaum pädagogisieren. In pädagogische Formate übersetzt verliert sich auch immer leicht das Spielerische, mit dem sich die Mädchen* neuen Rollen annähern. Das vorliegende Heft macht aufmerksam auf eine grundsätzliche Herausforderung der pädagogischen Beschäftigung mit Sozialen Medien: Eben weil sie so schnelllebig und flüchtig sind, zwischen Privatem und Öffentlichem changieren und sich in ihrem Kontext (Jugend-)Kulturen entwickeln, die aus erwachsener, wissenschaftlicher oder Praktiker*innen-Perspektive kaum zu erkennen sind und an denen 'wir' Pädagog*innen kaum teilhaben können, lässt sich dieser spezielle mediale Raum nur schwierig pädagogisieren: Was die pädagogische Praxis anbieten kann, entspricht nicht immer dem, was Mädchen* in YouTube suchen und was sich in den medialen Räumen ereignet, lässt sich zum Teil kaum mit (feministisch-)pädagogischen Ansprüchen vereinbaren. Doch in diesem Spannungsfeld formieren sich für die Heranwachsenden relevante Geschlechterbilder, ereignen sich Identitätsarbeit und Auseinandersetzungen, mit denen eine pädagogische Beschäftigung umso wichtiger wird. Das vorliegende Heft versammelt Perspektiven auf das Medienhandeln der Mädchen* ebenso wie auf die (Geschlechter-)Darstellungen und damit die Grenzen und Möglichkeiten von YouTube als sozialem Raum, in welchem (vergeschlechtlichte) Machtverhältnisse sich ein- und fortschreiben. Bestellt werden kann das aktuelle Heft beim Juventa Verlag/Beltz Medien-Service, fon 08191/97000-622, medienservice@beltz.de

[Irena Schunke, Bildungsreferentin für geschlechterbewusste Pädagogik und Mädchen*arbeit]
Nachricht vom 2017-04-27
 
Publikation – Homo- und Trans*feindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern

Für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist eine erste umfangreiche Studie zum Thema Homo- und Trans*feindlichkeit erschienen. Der Verein Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat die Expertise mit dem Titel "Ich hab mich normal gefühlt, ich war ja verliebt, aber für die andern ist man anders‘ – Homo- und Trans*feindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern" in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung erstellt. Darin bieten lebensgeschichtliche Interviews einen Einblick in Alltagserfahrungen von Lesben, Schwulen und Trans*. Sie legen eine Vielzahl von Diskriminierungserfahrungen offen. Ein weiterer Schwerpunkt der Expertise liegt auf dem Bereich Schule – hier erfahren gerade lesbische, schwule und trans* Jugendliche häufig Diskriminierung und Ausgrenzung. Weitere Infos hier.
Nachricht vom 2017-04-05
 
Mio und Freda - Ein modernes Kinderbuch

Zugeschickt wurde uns ein Kinderbuch, auf das wir an dieser Stelle gerne hinweisen. Erzählt wird in "Mio und Freda" die Geschichte zweier Kinder, die mit ihrer Familie auf dem Weg in den Urlaub auf einen Bauernhof sind und bei der Abfahrt einen Koffer mit Buchstaben verlieren. Doch diese Buchstaben sollten ihre Bauernhofgeschichte erzählen. Die Leser*innen werden eingeladen, die auf den folgenden Seiten bildlich dargestellten Bauernhoferlebnisse mit eigenen Worten wiederzugeben. Faszinierend ist, dass in diesem Buch ganz nebenbei verschiedene Differenzkategorien ins Spiel kommen. Es scheint völlig selbstverständlich, dass Mio und Freda mit Mama und Mami in den Urlaub starten, dass auf dem Bauernhof zwei Männer mit unterschiedlicher Hautfarbe leben oder dass Jonas gerade mit seinem im Rollstuhl sitzenden Vater spazieren läuft. Dies alles wird nicht thematisiert, da es zum Alltag von Kindern dazuzugehören scheint. Das Autor*innenteam Sabine Kaline und Svenja Rother sowie die Illustratorin Sara Mirjam hatten genau das Ziel und weisen auf ihrer Webseite darauf hin: "Mutter-Vater-Kind. Mutter-Mutter-Kind. Vater-Vater-Kind. Vater-Kind. Mutter-Kind... Wir brauchen Kinderbücher, die erklären. Was wir aber vor allem brauchen, sind Kinderbücher, die nicht erklären." Das ist den Autor*innen ausgezeichnet gelungen. Dieses Buch gehört in jede Kindertagesstätte und in jede Kinderbuchbibliothek. Es ist im KgKJH ausleihbar (Signatur 1301). [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2017-03-22
 
Geschlechtervielfalt im Recht

Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellte das Deutsche Institut für Menschenrechte ein Gutachten mit dem Titel Geschlechtervielfalt im Recht. Beschrieben werden "Status quo und Entwicklung von Regelungsmodellen zur Anerkennung und zum Schutz von Geschlechtervielfalt". Neben der Darstellung des geltenden Rechts in Bezug auf Fragen und Aspekte, die Trans*- und Inter*personen betreffen, finden sich auch Reformbedarfe aus Sicht der Betroffenen. Das Gutachten wurde am 16. Februar 2017 veröffentlicht und dient als Begleitmaterial der bundesweit agierenden Interministeriellen Arbeitsgruppe Inter- und Transsexualität. [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2017-02-21
 
Neuerscheinung: Archaisierung und Pinkifizierung

Das frisch veröffentlichte Buch der Hildesheimer Literaturwissenschaftlerin Kerstin Böhm "Archaisierung und Pinkifizierung" trägt den Untertitel "Mythen von Männlichkeit und Weiblichkeit in der Kinder- und Jugendliteratur". Im Zentrum steht die Fragestellung, wie bestimmte Jugendbuchreihen Zuschreibungen und Mythen zu Aspekten von Weiblichkeit und Männlichkeit tradieren und fortschreiben. In der Ankündigung ist zu lesen:"Kinder- und Jugendliteratur wird zunehmend nicht mehr nur in Buchform, sondern in Medienverbünden verkauft. Reihen wie »Die Wilden (Fußball-)Kerle« und »Die Wilden Hühner« zeigen zudem eine zweite Verkaufsstrategie der Kinder- und Jugendliteraturproduktion: Sie sind, vor allem im Hinblick auf eine männliche Zielgruppe, offensiv geschlechtsspezifisch adressiert." Erschienen ist das Buch unter der ISBN 978-3-8376-3727-4 im Verlag [transcript]. Es ist als Print zum Preis von 29,99 Euro im Buchhandel erhältlich. [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2017-02-15
 
Betrifft Mädchen Heft 1/2017 aktuell erschienen

Unter dem Motto: "Siehst du mich? Mädchen und Anerkennung" beschäftigt sich das aktuelle Heft der Betrifft Mädchen (Herausgeberin LAG Mädchenarbeit in NRW e.V.) mit Anerkennungsproblematiken von Mädchen im Jugendalter in gesellschaftskritischer und psychodynamischer Perspektive (Beitrag von Heide Funk) und den damit verbundenen Herausforderungen der Anerkennung sowie Bewältigungen von Nicht-Anerkennung (Beispiele aus der Praxis). Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH, hat für diese Ausgabe einen Beitrag über das Forschungsprojekt zur Lebenssituation transidenter Kinder und Jugendlicher geschrieben und hier veröffentlicht (S.39ff.). Die Zeitschrift Betrifft Mädchen ist im KgKJH ausleihbar.

[Irena Schunke, Bildungsreferentin für geschlechterbewusste Pädagogik und Mädchen*arbeit]
Nachricht vom 2017-02-14
 
Einstellungen gegenüber Lesben, Schwulen und Bisexuellen in Deutschland

Am 12. Januar 2017 wurde eine Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zu "Einstellungen gegenüber Lesben, Schwulen und Bisexuellen in Deutschland" vorgestellt. Gezogen wurden die Erkenntnisse aus den Ergebnissen einer telefonischen Befragung von über 2.000 Personen im Oktober und November 2016. Erkennbar sind positive sowie negative Einstellungen. Mit 82,6 Prozent spricht sich eine deutliche Mehrheit der Befragten "eher" oder "voll und ganz" für die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule aus. Auch ein gemeinschaftliches Adoptionsrecht für homosexuelle Paare unterstützen 75,8 Prozent. Dem gegenüber steht der Fakt, dass vergleichsweise viele der Befragten vorwiegend negative Gefühle mit einem offenen Umgang mit Homosexualität verbinden. 27,5 Prozent der Befragten ist es unangenehm wenn sich zwei Frauen in der Öffentlichkeit küssen. Bei sich küssenden Männern sind dies 38,4 Prozent. Bei einem heterosexuellen Paar wird dieselbe Situation nur von rund 10 Prozent als unangenehm bewertet Ein wenig beruhigend ist, dass die der Kampf der "Demo für alle" gegen Schulaufklärung von einer großen Mehrheit abgelehnt wird. 89,6 Prozent sind dafür, dass die Akzeptanz gegenüber homo- und bisexuellen Menschen im Unterricht vermittelt wird. 70,6 Prozent der Befragten weisen die Behauptung, das Ansprechen sexueller Vielfalt in der Schule verwirre Kinder in der Entwicklung ihrer Sexualität, voll und ganz bzw. eher zurück. Die Veröffentlichung der Studie findet sich hier . [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2017-01-17
 
Neues Regenbogenfamilien-Bilderbuch erschienen

Das neue Regenbogenfamilien-Bilderbuch "Esst ihr Gras oder Raupen?" vom Team von Atelier 9 ¾ ist ab sofort bei Viel&Mehr bestellbar und ab nächste Woche zu haben!

Worum geht’s? Zwei forschende Elfen befragen eine Gruppe Kinder zu ihren Familien, um herauszufinden, wie denn Menschenfamilien eigentlich leben. Die Kinder geben sich reichlich Mühe, aber alles was weder Rehen noch Ameisen ähnelt, können die beiden Elfen einfach nicht begreifen. Die phantasievollen Schimpfwörter, die sie sich in ihrem Unverständnis an den Kopf werfen, bringen Groß und Klein zum Schmunzeln.

Das Besondere dabei: Das Buch kann ebenso gut an Regenbogenfamilien-Kinder verschenkt werden, wie an Cousins, Cousinen, Freund*innen und Kita-Gruppen mit ganz "klassischem" Familienbild. Denn das Buch spricht viele verschiedene Familien an und greift wie nebenbei auch andere Themen auf, von denen sich alle angesprochen fühlen können.

[Irena Schunke, Bildungsreferentin für geschlechterbewusste Pädagogik und Mädchen*arbeit]
Nachricht vom 2016-11-17
 
Betrifft Mädchen 4/2016: Work it! Berufs- und Lebensplanung von Mädchen

"Leben um zu arbeiten oder arbeiten um zu leben", stellt eine, nicht unberechtigt, vielfach diskutierte Aussage dar. Der eigene Beruf kann eine sinnstiftende Funktion haben und neben dem rein praktischen und notwendigen Nutzen des Geldverdienens einen hohen Stellenwert einnehmen. Er kann ebenso Selbstverwirklichung und Bestätigung bedeuten. Am Themenfeld Lohnarbeit zeigen sich aber auch gesellschaftlich vorhandene Diskriminierungsstrukturen, mitunter in Bezug auf Geschlecht. Doch wie sehen Mädchen und junge Frauen ihre berufliche Perspektive? Was wünschen sie sich von ihrem Erwerbsleben, an welche Grenzen stoßen sie? Themen wie Selbstbestimmung bei der Berufswahl, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Sicherheit und Planbarkeit des Erwerbslebens aber auch Karriereorientierung und Barrieren bei der Berufsfindung sind in der alltäglichen pädagogischen Praxis zu finden. Die Berufsorientierung junger Frauen ist immer auch ganzheitlich zu betrachten, weshalb sie mit vielfältigen Fragen im Zusammenhang steht: Wie und wo möchte ich leben, wie und wie viel möchte ich arbeiten, welche Themen sind mir wichtig und womit möchte ich mich beschäftigen, spielt Familie für mich eine Rolle, wie möchte ich mein Berufsleben in Bezug auf meine Freizeit gestalten, welche Möglichkeiten habe ich und an welche Grenzen stoße ich? In diesem Heft liegt der Schwerpunkt auf den Erwartungen der Mädchen und jungen Frauen hinsichtlich ihrer Erwerbstätigkeit und dem (Berufs-)Leben. Es wird aufgezeigt, wie vielfältig diese Erwartungen sind und welchen Einfluss die Aspekte wie Migration, Behinderungen und mehrere Lebensorte auf die Berufswahlentscheidung junger Frauen haben.

Mit Beiträgen von: Gudrun Quenzel, Ingo Leven, Wiebke Warburg, Leonie Herwartz-Emde, Florian Schulz, Ina Bushuven, Katja Demnitz, Nicole Lindenthal, Katja Kühne, Dora Kirchner und Eva Karnowski

Herausgeberin: LAG Mädchenarbeit in NRW e.V., fon 0202/7595046, lag@maedchenarbeit-nrw.de

[Irena Schunke, Bildungsreferentin für geschlechtsbewusste Pädagogik und Mädchen*arbeit]
Nachricht vom 2016-10-12
 
Neuauflage: "Wenn Kinder anders fühlen - Identität im anderen Geschlecht"

Der empfehlenswerte Elternratgeber "Wenn Kinder anders fühlen - Identität im anderen Geschlecht" von Stephanie Brill und Rachel Pepper wurde aufgrund der hohen Nachfrage im Jahr 2016 neu aufgelegt. Neben der Auseinandersetzung mit der Aspekten von Transidentität bei Kindern und der Beschreibung von Entwicklungsstadien werden stärkende Tipps für Eltern und Familien gegeben. Das Buch ist unter der ISBN 978-3-497-02604-3 zum Preis von 26,90 Euro zu erwerben oder in der Genderbibliothek des KgKJH ausleihbar. Eine Leseprobe findet sich hier. [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2016-10-04
 
Checkliste LSBTI*Q für Schulen

"Schule der Vielfalt" und "SCHLAU NRW" haben im Mai 2016 eine Broschüre herausgegeben, auf die wir zu Beginn des Schuljahres noch einmal verweisen möchten. Unter dem Titel "Wie Sie die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt an Ihrer Schule unterstützen können" wurden Handlungsempfehlungen veröffentlicht,die an jeder Schule leicht umzusetzen sind. Die Broschüre steht hier zum kostenfreien Download bereit. [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2016-09-05
 
Geschlechter- und Familienvielfalt. Eine Bücherliste mit Empfehlungen für Kinder von 3 bis 8 Jahren

Aktuell und pünktlich zum Start des Kindergarten- bzw. Schuljahres ist in Sachsen-Anhalt die Broschüre "Geschlechter- und Familienvielfalt. Eine Bücherliste mit Empfehlungen für Kinder von 3 bis 8 Jahren" erschienen. Erstellt hat sie das KgKJH im Auftrag des Justiz- und Gleichstellungsministeriums Sachsen-Anhalt im Rahmen des Handlungsfeldes "Bildung und Aufklärung" des Aktionsplans LSBTTI. In der Mitteilung des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung ist zu lesen: "Die Liste kann Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen sowie Multiplikator_innen darin unterstützen, den Fragen von Mädchen und Jungen zu Themen wie Geschlechterrollen, Geschlechtsidentität und Familien altersgerecht begegnen zu können sowie positive Bilder zu Familien- und Geschlechtervielfalt anzubieten." Die Broschüre steht hier zum Download zur Verfügung und kann telefonisch im Ministerium bei Katharina Scholz (0391 567-6146) als Print bestellt werden. [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2016-08-16
 
Mädchenarbeit - Ein Handbuch für die Praxis

Gerade Mädchen in der Pubertät haben oft Schwierigkeiten, sich in gemischten Gruppen mit Fragen zur eigenen Sexualität, ihrem Körper oder der Entwicklung der eigenen Identität zu beschäftigen und eigene Wünsche und Erfahrungen offen zu formulieren. Das aktuell erschienene Praxishandbuch von Regina Hillebrecht (ISBN 978-3-86740-612-3) bietet eine umfangreiche Materialsammlung mit vielfältigen, abwechslungsreichen Methoden, Übungen und Projekten (ab Klasse 5), die ohne viel Aufwand in der Praxis ausprobiert werden können. Das Praxishandbuch befindet sich in der Bibliothek des KgKJH und kann dort ausgeliehen werden.

Irena Schunke [Bildungsreferentin, Schwerpunkt Mädchen*arbeit]
Nachricht vom 2016-07-29
 
Sammelband "Vielfalt geschlechtergerechten Unterrichts"

2016 erschienen ist der Sammelband "Vielfalt geschlechtergerechten Unterrichts - Ideen und konkrete Umsetzungsbeispiele für Sekundarstufen" von Marita Kampshoff & Claudia Wiepcke, herausgegeben durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Neben der Vorstellung des fachdidaktischen Dreischritts als Mittel zu einem geschlechtergerechten Unterricht geht es um geschlechterbezogene Berufsorientierung, Frauengeschichte und Mathematik, Gehirnforschung, Selbstwirksamkeit beim Experimentieren und das Theamtisieren von Geschlecht und Sexualität. Der Sammelband steht hier zum Download bereit. [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2016-06-02
 
Statementpapier "Junx 4.0 - Digitale Jungen*pädagogik als Herausforderung"

Ende Mai ist unser aktuelles Statementpapier "Junx 4.0 - Digitale Jungen*arbeit als Herausforderung" erschienen. Darin geht es um die Selbstdarstelllung von Jungen* im Netz, den digitalen Raum (am Beispiel Facebook) als Teil ihrer Lebenswirklichkeit und die daraus für pädagogische Fachkräfte entstehenden Handlungsspielräume. Natürlich kommen auch Praxisimpulse nicht zu kurz. Das Statementpapier kann als Heft in unserer Geschäftsstelle bestellt werden und steht auf unserer Homepage zum download bereit. Fragen zum Thema beantwortet unser Bildungsreferent Jungen*arbeit, Michael Ney, gerne.
Nachricht vom 2016-05-31
 
Veröffentlichung der BpB: Geschlechterverhältnisse in der Politik

Mit dem Untertitel "Eine genderorientierte Einführung in Grundfragen der Politikwissenschaft" untersetzte Clarissa Rudolph für die Bundeszentrale für politische Bildung ihre Veröffentlichung "Geschlechterverhältnisse in der Politik". Neben Einführungen zu den Diskursen um Sex und Gender, der Frauenbewegung und politikwissenschaftlichen Fragestellungen widmet sie sich darin Macht-, Demokratie-, Ökonomisierungs- und Menschenrechtsaspekten. Das Buch ist hier bestellbar oder in der Genderbibliothek des KgKJH unter der Nummer 1173 zu finden. [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2016-05-27
 
Neu erschienen: Betrifft Mädchen Heft 2/2016, April 2016: „Bewegt! Mädchen und Sport“

Das aktuelle Heft dreht sich um Fragen rund um den Sport von, für und mit Mädchen. Unter anderem beschäftigte die Redakteur_innen wie Strukturen im Verbandssport heute aussehen, außerdem wie Geschlechterfragen im Sport bewegt werden und inwiefern sich normative Vorstellungen von Akteur_innen, darüber wie Mädchen (und Jungen) in Bewegung kommen sollen und wollen. Dabei sind sie auf spannende Antworten gestoßen. Nicht nur, weil nahezu jede_r eigene Sport- und Bewegungserfahrungen kennt, sei es aus dem Schulsport, dem Vereinssport oder dem selbstorganisierten Sport: Auch, weil wissenschaftliche Analysen u.a. zum Sportverhalten und zur Beteiligung von Mädchen und Jungen mit und ohne Migrationshintergrund und zur strukturellen Öffnung der Vereine aufschlussreiche Zusammenhänge aufzeigen. Deutlich wird (auch in diesem Bereich): Die Geschlechterverhältnisse im Sport verändern sich allmählich. Gleichzeitig sind "alte" Zuschreibungen wirksam. Die folgenden Artikel beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Neben Theoriebeiträgen konnten wir ´Schätze` reflektierter Praxis - wie beispielsweise Parkour-Movement e.V. - entdecken sowie engagierte Konzepte und aktive Netzwerke (wie das Qualitätsbündnis zum Schutz vor Sexualisierter Gewalt im Sport) für Beiträge gewinnen, die in diesem Heft vorgestellt werden.

Herausgeberin: LAG Mädchenarbeit in NRW e.V., lag@maedchenarbeit-nrw.de/ Bestellungen: Juventa Verlag/Beltz Medien-Service, medienservice@beltz.de

[Irena Schunke, Bildungsreferentin Mädchen*arbeit]
Nachricht vom 2016-05-18
 
Neue Bücher (2) zum Thema Kita und geschlechtersensible Pädagogik

"Macht das Geschlecht einen Unterschied – Ergebnisse der `Tandem-Studie` zu professionellem Erziehungsverhalten von Frauen und Männern" von Holger Brandes, Markus Andrä, Wenke Rösler und Petra Schneider-Aich [Verlag Barbara Budrich 2016 – ISBN 978-3-8474-0616-7] - Nachdem bereit im Herbst 2015 die Zusammenfassung der Studie als Broschüre beim BMFSFJ erschienen ist, ist nun die gesamte Studie in Buchform erhältlich. Im Zeitraum 2010 bis 2014 wurde an der Evangelischen Hochschule Dresden, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), die Tandem-Studie durchgeführt. Gefragt wurde im Rahmen dieser Untersuchung nach Unterschieden im fachlichen Verhalten von Erziehern und Erzieherinnen gegenüber Jungen und Mädchen in Kindertagesstätten. Die Stichprobe der (nicht repräsentativen) Studie umfasst je 41 Männer und 41 Frauen, die jeweils in einer Kindergruppe ihrer Einrichtung als Tandem arbeiten sowie 12 Tandems, aus Frauen bestehend, die in einer Kindergruppe miteinander arbeiten. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Geschlecht der Erzieher*innen an sich keinen Einfluss darauf zu haben scheint, wie sie sich generell gegenüber den Kindern verhalten. Das umfasst insbesondere die Umsetzung fachlicher Standards. Jedoch wird ein Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Fachkräften "hinsichtlich ihrer Neigung, was sie mit den Kindern tun und welche Interessen und Neigungen von Jungen und Mädchen sie bevorzugt aufgreifen", deutlich. Außerdem wird aufgezeigt, dass Fachkräfte sehr wohl mit Jungen (sachlich-funktional) anders umgehen/kommunizieren als mit Mädchen (persönlich-beziehungsorientiert). "Bemerkenswert ist aber, dass die Tendenz, Mädchen und Jungen unterschiedlich zu behandeln, aufseiten der weiblichen Fachkräfte der Stichprobe deutlicher ausgeprägt ist." Die beiden letzteren Punkte machen deutlich, wie wichtig ein geschlechterreflektierter Arbeitsansatz in Kindertagesstätten ist und welches Gewicht einer Stärkung männlicher Fachkräfte hier haben sollte, einschließlich der Gewinnung von Männern für dieses Arbeitsfeld. "Kinder brauchen Männer – Psychoanalytische, sozialpädagogische und sozialwissenschaftliche Perspektiven" von Josef Christian Aigner, Gerald Pscheschnik (Hg.) [Psychosozial Verlag 2015 – ISBN 978-3-8379-2494-7] Wie aktuell die Frage nach der Rolle des Mannes* in der Erziehung von Kindern ist, zeigen verschiedene aktuelle Artikel z.B. in der "Welt am Sonntag“ vom 17.04. oder dem Tagesspiegel vom 21.04. unter den Überschriften „Mann, oh Mann – was ist ein richtiger Mann" und "Sind Väter heute anders?". In diese Aktualität hinein ist schon 2015 der Sammelband "Kinder brauchen Männer" von Josef Christian Aigner und Gerald Poscheschnik herausgegeben worden. Die Autoren des Bandes beschränken sich nicht auf das professionell pädagogische Feld sondern bearbeiten das Thema gesamtgesellschaftlich. Es geht um Männer* als Erzieher, um eine Rolle als Public Father, und die Rolle der Väter* in den neuen Formen der Elternschaft. Das Buch verbleibt dabei glücklicherweise nicht in einer ausschließlich binären Rollenverortung sondern öffnet durch den Blick der einzelnen Autoren immer wieder die Räume zu einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft. [Michael Ney, Bildungsreferent Jungen*arbeit]
Nachricht vom 2016-05-15
 
Fernsehen im Kontext von Essstörungen - Studie als Open Source

Seit langem diskutiert wird der Einfluss von Fernsehen auf das Verhalten von Mädchen* und Jungen*. Zu empfehlen ist die Studie "Die Fernsehheld(inn)en der Mädchen und Jungen, Geschlechterspezifische Studien zum Kinderfernsehen" von Dr. Maja Götz aus dem Jahr 2013. Maja Götz hat weitergeforscht und den Einfluss des Fernsehens, insbesondere von GNTM auf Mädchen analysiert. Die im Jahr 2015, gemeinsam mit der Essstörungstherapie-Organisation ANAD, durchgeführte Studie zum TV-Konsum von magersüchtigen Mädchen, ist breit diskutiert wurden. Zwei Drittel der Patientinnen hatten ausgesagt, dass "Germany’s next Topmodel" einen großen bis sehr großen Einfluss auf die Entstehung ihrer Essstörung gehabt hätte. Die ausführlich dargestellten Studienergebnisse sind nun als Buch als Open Source zu beziehen. Darüber hinaus befinden sich eine Druckfassung des Buches sowie die Studie zu den FernsehheldInnen in der öffentlichen Genderbibliothek des KgKJH. [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2016-05-09
 
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