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| Die aktuellen WZB-Mitteilungen enthalten viele lesenswerte Genderartikel |
| "Begabte Schülerinnen nutzen Chancen nicht, weil sie guten Noten misstrauen" unter diesem Titel hat Ilja Koschembar den folgenden Artikel im bundesweiten Fachkräfteprotal der Kinder- und Jugendhilfe eingestellt.
"Mädchen werden im Mathematik-Unterricht besser benotet als Jungen, die gleich leistungsstark sind. Dieser scheinbare Vorteil ist für die Mädchen aber in Wahrheit ein Nachteil – Mädchen können nämlich ein Gespür dafür entwickeln, dass gute Mathe-Noten bei ihnen weniger Aussagekraft haben als bei Jungen. Die WZB-Forscherin Lydia Mechtenberg resümiert: Die echten Verliererinnen sind mathematikbegabte Mädchen, die ihr Potenzial nicht nutzen.
Empirische Bildungsforscher haben festgestellt, dass das Feedback, das Lehrer ihren Schülerinnen und Schülern mit Noten geben, alles andere als geschlechtsneutral ist. Nachweislich werden Mädchen im Mathe-Unterricht nämlich bei gleicher Leistung besser bewertet als Jungen. Studien belegen zudem, dass Lehrer bewusst nicht nur Leistung und Talent, sondern auch Einstellung und soziale Kompetenz von Schülern in die Fachnote einfließen lassen.
Nur auf den ersten Blick sieht es wie ein Vorteil für die Mädchen aus, dass die Mathelehrer sie bevorzugen. Dagegen wird die Bevorzugung zum Nachteil, wenn die Mädchen vermuten, dass die gute Note eher auf Sympathien des Lehrers oder eigenen Fleiß (statt Talent) zurückzuführen ist und daher beginnen, ihren guten Zensuren zu misstrauen – sogar, wenn diese gerechtfertigt sind. Das mangelnde Vertrauen der Mädchen in gute Mathematiknoten kann wiederum einen Effekt auf die Mathelehrer haben: Sie fühlen sich in der Bevorzugung der Mädchen noch bestärkt. Die Spieltheorie zeigt, dass am Ende die mathematisch begabten Mädchen als Verliererinnen dastehen. Sie werten nämlich die gute Note ab, die sie zu Recht erhalten haben. Obwohl sie begabt sind, glauben sie nicht wirklich an ihr Talent. Deshalb erbringen sie weniger Spitzenleistungen als die begabten Jungen mit guten Noten.
Weitere Beiträge der aktuellen „WZB-Mitteilungen“ zum Thema Gender setzen sich mit dem Geschlecht als wichtiger Dimension sozialer Ungleichheit, der „Männer-Domäne“ Bundestag und dem geschlechtsspezifischen Umgang mit dem Ehegatten-Nachzug auseinander. Die „WZB-Mitteilungen“ liefern Berichte über aktuelle Ergebnisse der WZB-Forschung. Sie erscheinen viermal im Jahr und können unentgeltlich abonniert werden."
Kerstin Schumann
| | Nachricht vom 2010-09-01 | | | | Einladung zum Herbstkurs für Mädchen, die sich für Natur- und Ingenieurwissenschaften interessieren |
| Die Otto-von-Guericke Universität lädt jedes Jahr Schülerinnen ab Klasse 11 der Gymnasien herzlich ein, in die angebliche Männerdomäne Technik einzudringen! So können auch in diesem Jahr, vom 18. Oktober - 22. Oktober 2010, junge Frauen die Fakultäten mit technisch geprägten Studienfächern persönlich kennenlernen. Die Teilnahme am Herbstkurs und die Unterbringung in der Jugendherberge "Magdeburger Hof" sind kostenlos! Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden sich auf der Webseite der Universität und dem Flyer.
Kerstin Schumann
| | Nachricht vom 2010-08-31 | | | | Fachtagung "Mädchen leistungsstark, schlank und fit?!" |
| Die BAG Mädchenpolitik veranstaltet in fachlicher Kooperation mit den Mitgliedsorganisationen LAG Mädchen und junge Frauen in Sachsen e.V.,
KuKMA – der Kontakt- und Koordinierungsstelle für Mädchenarbeit im Land Brandenburg /PSBZ, dem Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V. sowie dem Landratsamt Nordsachsen am 25. und 26. Oktober 2010 eine bundesweite Fachtagung zum o.g. Thema in Torgau/ Sachsen durch. Inhaltliche Themenschwerpunkte sind die Bereiche Gesundheit und Lebenskompetenzerwerb von Mädchen und jungen Frauen.
Durch fachliche Inputreferate aus Praxis und Forschung und durch praxisorientierte, methodische Workshops wollen wir verdeutlichen, was Mädchen in der heutigen Zeit benötigen, um gesund aufwachsen zu können.
Nähere Informationen zu den Workshops und zur Anmeldung erhalten Sie Anfang September beim KgKJH Sachsen-Anhalt e.V., Irena Schunke, Tel. 0391/ 63 10 556.
Irena Schunke | | Nachricht vom 2010-08-26 | | | | "Komplexe Problemstellungen der Jugendhilfe - vielfältige Lösungen?!" |
| Die Praxis der Jugendhilfe sieht sich mit mannigfaltigen Herausforderungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen konfrontiert.
Im Zentrum der 3. Jugendhilfetagung am 8. November 2010, veranstaltet durch das MädchenHaus Mainz, stehen aktuelle Arbeitsfelder des pädagogischen Alltags wie sexuelle Übergriffe unter Kindern, Kinder psychisch kranker Eltern oder der Umgang mit ADHS. Neben pädagogischen Themen beschäftigen wir uns auch mit übergreifenden Themen wie Gesprächsführung und Kommunikation.
Die Tagung bietet Ihnen die Möglichkeit, Informationen zum aktuellen Forschungsstand verschiedener Themengebieten zu erhalten und zu vertiefen. Erfahrene ReferentInnen aus pädagogischen und therapeutischen Bereichen
stellen ihre Erkenntnisse und Erfahrungen aus ihren unterschiedlichen Arbeitsfeldern zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Inhalt der Tagung und zur Anmeldung finden Sie hier.
Irena Schunke | | Nachricht vom 2010-08-25 | | | | Jungenarbeit und Schule |
| Die Homepage des bundesweiten Bildungsprojektes "Jungenarbeit und Schule" ist online. Auf ihr gibt es Informationen zu Konzepten der Jungenarbeit, zu den Themen „Jungen und Bildung“, „Jungen und Männlichkeit“, „Jungen und Beruf“ und „Jungen und Rechtsextremismus“ sowie zum Fortbildungsangebot des Projektes. Die Seite www.jungenarbeit- und-schule.de wird vom Berliner Verein Dissens e.V. verantwortet.
Kerstin Schumann
| | Nachricht vom 2010-08-23 | | | | Lesenswerte Diplomarbeit im Kontext lesbischer und bisexueller Mädchen und junger Frauen |
| Andrea Saile hat im Jahr 2007 ihre Diplomarbeit mit dem Titel "Selbsterleben, Erfahrungen und Bewältigungshandeln lesbischer und bisexueller Mädchen und junger Frauen vor dem Hintergrund einer heteronormativen Gesellschaft - Eine Untersuchung anhand dreier ausgewählter Studien" verfasst.
Im Abstract schreibt sie: „Die Arbeit setzt sich mit der Fragestellung auseinander, wie homo- und bisexuelle Mädchen und junge Frauen die Bewusstwerdung ihrer sexuellen Orientierung wahrnehmen, welchen gesellschaftlichen Umgang sie im Hinblick auf homo- und bisexuelle Lebensweisen beobachten und welche Erfahrungen sie auf ihr eigenes Outing erleben. Erscheint eine homosexuelle Orientierung in manch medialer Darstellung und gemäß dem Tenor eines aufgeklärten gesellschaftlichen Diskurses mittlerweile als - mehr oder weniger - gleichberechtigte Lebensform zur Heterosexualität, ist Ausgangspunkt dieser Arbeit, dass sich homo- und bisexuelle Jugendliche nach wie vor mit Ausgrenzungen und Abwertungen vielfältiger Art konfrontiert sehen bzw. im Bewusstsein dieser leben. Ein weiterer Fokus der Arbeit ist daher die Bewältigungsthematik - also die Frage, wie homo- und bisexuelle Mädchen und junge Frauen mit den eigenen und fremden Reaktionen auf ihre sexuelle Identität umgehen. "Sexualität" bzw. "sexuelle Identität", ebenso wie "Geschlecht" werden dabei nicht als essentialistische Kategorien verstanden, sondern in einem ersten einleitenden Kapitel, von einer diskurstheoretisch-dekonstruktiven Perspektive ausgehend, einer kritischen Analyse unterzogen. In Anlehnung an Andrea Maihofer und Jutta Hartmann konkretisiert die Autorin schließlich das der Arbeit zugrunde liegende Verständnis von Geschlecht und Sexualität, welches sowohl der diskursiven Hervorbringung, als auch der sozialen Gegebenheiten von Geschlecht und Sexualität Rechnung trägt. In den beiden folgenden Kapiteln wird die Fragestellung adoleszenz- und bewältigungstheoretisch verankert. Ein gendersensibler Blick wird dabei konsequent verfolgt. Durch diesen Theoriehorizont sensibilisiert werden dann in Kapitel vier, sekundäranalytisch, drei empirische Studien im Hinblick auf die eingangs skizzierte Fragestellung systematisch ausgewertet und die Ergebnisse diskutiert. Dabei zeigt sich, dass homo- und bisexuelle Mädchen und junge Frauen immer noch vor besonderen Herausforderungen stehen, was die Akzeptanz ihrer sexuellen Identität, sowie Informations-, Auseinandersetzungs-, und Orientierungsmöglichkeiten betrifft. Unterschiedliche Lebensrealitäten werden dabei nicht nur im Kontrast mit heterosexuellen Gleichaltrigen, sondern auch zwischen lesbischen und bisexuellen Mädchen deutlich. Im letzten Kapitel werden schließlich auf Grundlage der Erkenntnisse pädagogisch-praktische Konsequenzen in enger Rückbindung an die diskurstheoretisch-dekonstruktive Perspektive erörtert.“
Diese Diplomarbeit wurde von Prof. Dr. Barbara Stauber (u. a. Tübinger Institut für frauenpolitische Sozialforschung) als "herausragend gut" beschrieben. Sie kann hier heruntergeladen werden.
Kerstin Schumann
| | Nachricht vom 2010-08-17 | | | | Stellenausschreibung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit |
| Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. sucht für die Projekte "Girls`Day - Mädchenzukunftstag" und "Neue Wege für Jungs/Boys`Day - Jungenzukunftstag" jeweils eineN MitarbeiterIn für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit jeweils 19,5 Stunden. Weitere Infos dazu gibt es hier.
Christoph Damm
| | Nachricht vom 2010-08-17 | | | | Referent/in für Jugendpolitik gesucht |
| Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Dachverband von 17 Jugendverbänden und Jugendorganisationen, sucht zum 1. November 2010 eine/n Referent/in für Jugendpolitik, Mädchen- und Frauenpolitik sowie Genderfragen. Nähere Informationen zur Stellenausschreibung finden Sie hier.
Irena Schunke | | Nachricht vom 2010-08-12 | | | | Generation @ - Mädchen und Chat |
| Plauderkasten, knuddels, icq und co. - Mädchen und Jungen wachsen mit dem Massenkommunikationsmittel Internet ganz selbstverständlich auf.
Dabei nimmt das Chatten besonders bei Mädchen einen hohen Stellenwert ein. Was aber treibt Jugendliche zur Online-Kommunikation? Was reizt sie am Gespräch ohne das direkte Gegenüber? Ersetzt oder ergänzt der Chat die persönliche Unterhaltung?
Das Seminar soll die Unterschiede der computerbasierten Kommunikation zu anderen Formen der Verständigung herausfiltern und Pädagogen einen ersten Einblick in die Welt der Onlinekommunikation geben.
Das Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V. und die Referentin Jessica Klingler laden Sie recht herzlich zur Fortbildung zu diesem Thema nach Wolfen oder Halberstadt ein.
Irena Schunke
| | Nachricht vom 2010-08-10 | | | | Studie "Männliche Fachkräfte in Kindertagesstätten" |
| Die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin hat gemeinsam mit der Sinus Sociovision GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im Juni 2010 eine "Studie zur Situation von Männern in Kindertagesstätten und in der Ausbildung zum Erzieher" veröffentlicht. Neben aktuellen Zahlen zum Männeranteil finden sich darin Aussagen zum Berufszugang von jungen Männern, zur Akzeptanz von Männern in den Einrichtungen sowie Strategien und Handlungsempfehlungen, um den Männeranteil in der Elementarbildung zu erhöhen.
Die Broschüre kann kostenlos über den Publikationsversand der Bundesregierung bezogen oder in der Bibliothek des KgKJH entliehen werden.
Kerstin Schumann | | Nachricht vom 2010-08-09 | | |
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