Literatur

Neuveröffentlichung der Amadeu Antonio Stiftung: "Peggy war da!"

Die Amadeu Antonio Stiftung veröffentlichte aktuell die Broschüre "Peggy war da! Gender und Social Media als Kitt rechtspopulistischer Bewegungen" in gedruckter Form. Im Mittelpunkt steht die Analyse des Umgangs mit Genderthemen auf Demonstrationen der Pegida. Die Stiftung schreibt dazu: "Die Gender-Themen sind eine zentrale Klammer des Rechtspopulismus und Rechtsextremismus – und ein perfekter Anschlusspunkt in breitere Teile der Bevölkerung. Über antimoderne, sexistische, antifeministische und vielfaltfeindliche Statements, Aufrufe und Witze werden rassistische und völkisch-nationalistische Ideen, aber auch Politik(er_innen)feindlichkeit verbreitet und etabliert. Daher steht im Fokus dieser Broschüre die Frage, wie auf Gida-Demonstrationen und ähnlichen Kundgebungen das Themenfeld Gender thematisiert wird. Was machen Männer, was Frauen – und wie weit dürfen sie ihre zugeschriebenen Rollen verlassen? Wie wird Geschlecht inszeniert? Welche Themen werden aus geschlechtlicher Perspektive verhandelt? Was macht die Proteste für Frauen und Männer attraktiv? Welche Themen werden auf Plakaten und in Reden genutzt, um Männer oder Frauen anzusprechen? Denn: Gender-Themen tragen maßgeblich zum Erfolg rechtspopulistischer Strömungen bei – auch, wenn sie sich als Partei zusammenfinden." Online ist es die Broschüre hier zu lesen. [Kerstin Schumann, Geschäftsführerin des KgKJH]
Nachricht vom 2017-06-13
 
Betrifft Mädchen 2/2017: Do it YouTube!

Die LAG Mädchenarbeit in NRW e.V. macht auf das aktuelle Heft der Betrifft Mädchen aufmerksam, das sich mit einem medialen Thema beschäftigt und gerade erschienen ist. In der Pressemitteilung heißt es dazu: Im vergangenen Jahr veranstaltete der Mädchen*treff der Alten Feuerwache Köln ein wöchentlich stattfindendes YouTube-Projekt für Besucher*innen zwischen 13 und 21 Jahren. YouTube bietet eine Bühne, auf der sich Mädchen* während des Heranwachsens mit verschiedenen Inszenierungsformaten auseinandersetzen. Dieses 'Ausprobieren' – so ein Fazit des Projekts – lässt sich scheinbar kaum pädagogisieren. In pädagogische Formate übersetzt verliert sich auch immer leicht das Spielerische, mit dem sich die Mädchen* neuen Rollen annähern. Das vorliegende Heft macht aufmerksam auf eine grundsätzliche Herausforderung der pädagogischen Beschäftigung mit Sozialen Medien: Eben weil sie so schnelllebig und flüchtig sind, zwischen Privatem und Öffentlichem changieren und sich in ihrem Kontext (Jugend-)Kulturen entwickeln, die aus erwachsener, wissenschaftlicher oder Praktiker*innen-Perspektive kaum zu erkennen sind und an denen 'wir' Pädagog*innen kaum teilhaben können, lässt sich dieser spezielle mediale Raum nur schwierig pädagogisieren: Was die pädagogische Praxis anbieten kann, entspricht nicht immer dem, was Mädchen* in YouTube suchen und was sich in den medialen Räumen ereignet, lässt sich zum Teil kaum mit (feministisch-)pädagogischen Ansprüchen vereinbaren. Doch in diesem Spannungsfeld formieren sich für die Heranwachsenden relevante Geschlechterbilder, ereignen sich Identitätsarbeit und Auseinandersetzungen, mit denen eine pädagogische Beschäftigung umso wichtiger wird. Das vorliegende Heft versammelt Perspektiven auf das Medienhandeln der Mädchen* ebenso wie auf die (Geschlechter-)Darstellungen und damit die Grenzen und Möglichkeiten von YouTube als sozialem Raum, in welchem (vergeschlechtlichte) Machtverhältnisse sich ein- und fortschreiben. Bestellt werden kann das aktuelle Heft beim Juventa Verlag/Beltz Medien-Service, fon 08191/97000-622, medienservice@beltz.de

[Irena Schunke, Bildungsreferentin für geschlechterbewusste Pädagogik und Mädchen*arbeit]
Nachricht vom 2017-04-27
 


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