Fortbildung „Mädchen- und Jungenbilder im Neonazismus“

Fortbildung „Mädchen- und Jungenbilder im Neonazismus“

Geschlechterbilder im Neonazismus/Rechtsextremismus – Attraktivitäten und Widersprüche
(Kooperationsveranstaltung von Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. und dem Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.)

In Burg hat eine zweimal zweitägige Qualifizierung von 14 Kollegen_nnen des Jugendwerkes Rolandmühle stattgefunden. Ricarda Milke und Mirko Wolf haben dabei speziell über die neonazistischen Strukturen in Sachsen-Anhalt den spezifischen Fokus auf das Jerichower Land gelegt. Darüber hinaus sind die Kolleg_innen grundsätzlich für neonazistische Erscheinungsformen sensibilisiert worden (Buttons, Musik etc.), um daran anschließend auf mögliche Attraktivitäten einer Hinwendung zu neonazistischen Lebenswelten für ihre Zielgruppen in den Fokus zu stellen. Dabei haben geschlechterbezogene Aspekte einen expliziten Raum eingenommen. Die Fortbildung enthielt auch eine Reflexion eigener Verstrickungen in die Reproduktion zweigeschlechtlicher Zuschreibungen.

In Nordhausen gab es auf Einladung von Prof. Sebastian Möller-Dreischer und Prof. Cordula Borbe eine Einführung in den Zusammenhang von Neonazismus und Geschlecht. Anschließend wurde in Kleingruppen dieser Zusammenhang anhand von Materialien aus neonazistischen Kontext analysiert. Die Teilnehmer_innen hatten die Aufgabe, geschlechtsbezogene Attraktivitäten in neonazistischen Ansprachen herauszuarbeiten, mögliche Funktionen einer Hinwendung zu neonazistischen Lebenswelten zu rekonstruieren und mögliche sozialpädagogische Alternativen zu entwerfen. An dieser eintägigen Veranstaltung nahmen etwa 70 Personen teil.

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