Sind die Ansätze der geschlechtsspezifischen Kinder- und Jugendarbeit noch queer genug?

Sind die Ansätze der geschlechtsspezifischen Kinder- und Jugendarbeit noch queer genug?

Sind die Ansätze der geschlechtsspezifischen Kinder- und Jugendarbeit noch queer genug?

Unter dieser Fragestellung diskutieren Christoph Damm und Kerstin Schumann am 24. Januar 2013 ab 18:00 Uhr in Potsdam im Rahmen der öffentlichen interdisziplinären Ringvorlesung zu Diversity als berufliche Schlüsselkompetenzen mit Studierenden und Interessierten. Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass Gender Mainstreaming dabei ist, sich als Qualitätskriterium in der Kinder- und Jugendhilfe durchzusetzen, Genderkompetenz als Schlüsselqualifikation an Bedeutung gewinnt und geschlechterreflektierte Ansätze in homogenen und koedukativen Settings der Kinder- und Jugendarbeit langsam aber kontinuierlich als sich ergänzende Angebote wahrgenommen werden. Gleichzeitig drängt durch den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs der Anspruch in die Jugendhilfepraxis, unter dem Paradigma Diversity, Geschlecht als queeres Kontinuum anzuerkennen. Bei allen inkludierenden Vorteilen kann daraus die Gefahr resultieren, eine gerade erst gendersensibilisierte Praxis mit zu großer Komplexität und Differenziertheit zu überfordern. Mögliche Folgen können Unverständnis und der Rückzug in eine geschlechtsneutrale Kinder- und Jugendarbeit sein.

In der Vorlesung werden die vier gängigen geschlechterreflektierten Ansätze in der Kinder- und Jugendarbeit vorgestellt und im Kontext des Diskurses um eine potentielle Verfestigung dualistischer Geschlechtervorstellungen diskutiert.

Kerstin Schumann

Präsentation des Vortrages

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