Fortbildungstage in den Regionen „Gewaltfreie Kommunikation“

Fortbildungstage in den Regionen „Gewaltfreie Kommunikation“

Fortbildung „Gewaltfreie Kommunikation und geschlechtsspezifische Kommunikationsweisen“


Die Gewaltfreie Kommunikation wurde in den 1960er Jahren von Marshall B. Rosenberg entwickelt. Ziel ist es, in Konflikten im aufrichtigen Dialog ganz individuelle Lösungen zu finden. Dabei richten die Beteiligten ihre Aufmerksamkeit konsequent auf ihre Gefühle und Bedürfnisse, anstatt in Kategorien von richtig oder falsch zu denken. Auf diese Weise werden Vorwürfe, Schuldzuweisungen oder Rückzugsstrategien durch eine klare, wertschätzende und einfühlsame Sprache ersetzt. Eine nicht wegzudenkende Rolle spielen in den Kommunikationsprozessen geschlechtsspezifische Kommunikationsweisen. Dabei schlagen sich Geschlechtszugehörigkeiten nicht einfach nur kommunikativ nieder, sondern sie werden auch kommunikativ erzeugt.

In der thematischen Fortbildung können Sie sich mit den Grundannahmen und den vier Schritten der Gewaltfreien Kommunikation vertraut machen. Anhand von Beispielsituationen haben Sie, unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte, die Möglichkeit zu üben, zu experimentieren und die Wirkung von Rosenbergs Modells zu erleben.

Als Referenten konnten wir André Gödecke gewinnen, der seit 10 Jahren zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“ in den Bereichen Mediation, Beratung sowie in der Jugend- und Erwachsenenbildung arbeitet.

Hiermit möchten wir Sie recht herzlich zu unseren regionalen Fortbildungen in Stendal, Naumburg, Bitterfeld-Wolfen oder Halberstadt einladen. Nähere Informationen zu Terminen und Anmeldung finden Sie im Anschluss.

Termine:

02. September 2011 Jugendzentrum „Mitte“, Stendal Einladung
08. September 2011 Jugendzentrum „OttO“, Naumburg Einladung
16. September 2011 „Frauen helfen Frauen“ e.V., Wolfen Einladung
06. Oktober 2011 Frauenzentrum Lilith, Halberstadt Einladung

Auswertung

Im September und Oktober 2011 fanden in Stendal, Naumburg, Wolfen und Halberstadt die regionalen Fortbildungen zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“ statt, an der 66 Frauen und Männer aus den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, Kinder- und Jugendarbeit sowie aus dem Schulbereich teilnahmen. Dabei lernten die Teilnehmer_innen unter Anleitung des Referenten André Gödecke die Grundannahmen und vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg kennen, machten sich mit geschlechtsspezifischer Kommunikation vertraut, probierten Beispielsituationen aus und kamen in einen berufsübergreifenden, konstruktiven Erfahrungsaustausch. Dabei wurde deutlich, dass Gewaltfreie Kommunikation als Prozess zu verstehen ist und als Methode sehr gut geeignet ist, mit Mädchen und Jungen ins Gespräch zu kommen. Das Handout bot allen Teilnehmer_innen die Möglichkeit, nach der Fortbildung zu reflektieren und Ideen zur Umsetzung im eigenen Arbeitsfeld zu entwickeln.

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