Zukunftskonferenz

Zukunftskonferenz

„Lebenswelten von Mädchen heute – Was bedeutet das für die Kinder- und Jugendhilfe?“

Termin (neu): 9.7. und 10.7.2012

Ort: Bildungshaus Lüttgen-Ottersleben (Magdeburg)

Mädchen zu sein, ist heute so vielfältig, so optionenreich und gleichzeitig so uneindeutig wie nie zuvor. Gesellschaftliche Pluralisierungs- und Individualisierungsprozesse, der Anstieg unterschiedlicher Nationalitäten in der BRD und damit ethnischer und religiöser Orientierungen und die der Frauenbewegung geschuldeten Modernisierungen gesellschaftlicher Rollenvorstellungen haben diese Vielfalt erzeugt.
Mädchen haben damit im Durchschnitt bisher nicht gekannte Wahlmöglichkeiten individueller Lebensentwürfe und -gestaltungsmöglichkeiten. Andererseits unterliegen sie damit auch erheblichen Entscheidungszwängen, die die Vielfalt der Möglichkeiten mit sich bringt (Quelle: FUMA NRW). Aktuelle Forschungen zeigen, dass „Mädchenarbeit“ in den vergangenen Jahren in die Defensive geraten ist. Gesellschaftliche Veränderungen wie Gender Mainstreaming oder die Diskussion um ‚arme Jungs‘ setzen die geschlechterreflektierende Arbeit mit Mädchen unter Legitimationsdruck. Wissenschaftliche Diskurse um Dekonstruktion, Diversität und Inklusion stellen die Frage, an wen sich Mädchenarbeit heute wenden kann. Diskussionen mit Praktikerinnen der Mädchenarbeit und Forscherinnen zeigen deutlich, dass Mädchenarbeit wichtiger denn je ist (Quelle: Feministische Mädchenarbeit weiterdenken, 2010).
In unserer dazu gewählten Methode der „Zukunftskonferenz“ wollen wir mit unterschiedlichen Herkunftsgruppen (Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Gleichstellungsbeauftragte/r, Politiker_innen, Lehrer_innen, Schulsozialarbeiter_innen, Verwaltung/ Multiplikator_innen, Mütter, Väter, Mädchen) Lebenslagen von Mädchen aufgreifen, analysieren, diskutieren und anschließend herausarbeiten, welche Rahmenbedingungen und geschlechtsspezifische Angebote notwendig sind, um Mädchen zu erreichen.
Ziel der Zukunftskonferenz ist es, neue Formen der Zusammenarbeit mit allen am System „Mädchenarbeit“ beteiligten Akteur_innen zu entwickeln und Synergieeffekte zu schaffen. Dabei arbeiten alle beteiligten Ziel- bzw. Herkunftsgruppen gleichberechtigt an einer gemeinsamen Zukunft.

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